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Die 8 Stufen des Denkens



Das Denken läuft in Stufen ab, was heissen will, dass Denken nicht gleich Denken bedeutet, sondern dass es für den Geist ebenso Stufen der Wertigkeit gibt wie bei der Körperlichkeit, wo wir automatisch die Differenz zwischen einem bewegungslosen und kranken Dicklichen und einem Superathleten der Sonderklasse sofort erkennen. Und wie beim Körper geht die Tendenz dahin, dass die Athleten immer weniger werden und es immer mehr Leute gibt, die sich mit Low Thinking zufrieden geben. Doch woran soll sich der Geist denn messen lassen?

Ich will versuchen, eine Pyramide des Denkens zu bauen und zu begründen:


Erste und höchste Stufe:

Die Universalgenies, die wenigen realen, sind hier vertreten. - Kreatives Denken, Schreiben auf höchster Schwierigkeitslinie, des Philosophierens, des Komponierens, des Schreibens von Literatur und des Erfindens von Gegenständen oder Ideen auf höchster Ebene. Wenige Menschen sind in der Lage, Gedanken zu entwickeln, die sich zuvor noch kein Mensch so gemacht hat. Es ist ein Globaldenken, das heisst, diese Menschen sehen die Erde als das, was sie ist: Eine in der Ewigkeit der Zeit und Unendlichkeit des Raumes dahin schwebende Kugel in einer absoluten Abgeschiedenheit des Seins, wo momentan eine rasende Entwicklung des Lebens stattfindet, welche beinhaltet: Geschichte, Wissenschaft, grundlegende Philosophien des Fundamentalen, Geist und Geld, Natur, Tiere, Menschen, alles vernetzt gedacht und universell.

Die Normalität der Menschheit

Ich dachte dass Staaten normal wären



Ein Leben lang dachte ich, dass die Menschen wissen was sie tun.


Die Normalität


Wenn sich Menschen nicht irren können, kann sich ein Staat oder eine Nation erst recht niemals irren. Je grösser die Einheit, umso weniger Irrtum sollte also möglich sein.

Dies war mein Menschenbild bis ich etwa 30 Jahre alt war. Es war mir zwar klar, dass dieses Ideal total verrückt sein mochte, aber bis heute wird dieser Wahnsinn von allen Medien, allen Regierungen, allen Kulturen, allen Eliten und allen Massen als Fakt betrachtet und genau so propagiert.

Das grosse Staunen

Das Erwachen über die heutige und kommende Generation

Ich muss sagen, dass ich bisher ein sehr kompliziertes Leben hatte, das ich jedoch als immer sehr logisch und einfach im Bewusstsein hatte, denn die Gegenwart wird niemals hinterfragt, sie besteht als Faktum ganz einfach:

- Man verlebte eine Kindheit bei Bauern als Verdingkind, man machte die Schule dann in der Stadt, man bildete sich aus bis man alles aus der Wirtschaft erkannte bis ins letzte Detail, man heiratete, hatte Kinder, Ferien, Autos, Flugreisen, baute ein Haus, machte Karriere, hatte Frauen in grosser Zahl, Feste, wieder Ferien im Ausland des Sommers und des Winters, Unfälle, Krankheit, baute ein Haus in bester Lage, wurde älter, es wurde geschieden, man fand eine tolle neue Lebensgefährtin, liebte Hunde über alles die dauernd wieder starben wegen ihrer kurzen Leben, die Menschen um mich herum begannen zu sterben, man erlebt unendlich viele Konkurse von "erfolgreichen" Menschen und staunte nie über irre Fakten, einfach weil es so war.

Was ist sie - die Realität?

Wir sind im Erleben des alltäglichen Lebens der Meinung, dass die Realität uns völlig bekannt sei, sie sei identisch mit unserem gelebten Leben, die Realität sei die Erde, so wie sie heute besteht und von uns wahrgenommen wird. Es sei also wirklich so, dass wir die wahre Realität wahrnehmen könnten. Damit sind wir natürlich aller alternativen Gedanken und Philosophien über eine andere Wahrnehmung und Gestaltung von Wirklichkeit enthoben.

Doch was ist sie nun wirklich, die Realität?

Sagen wir es kurz: Wir nehmen nur  e i n e  Realität wahr, nämlich jene, die wir uns auf der Erde selbst gemacht haben. Und diese könnte, als Annahme, vielleicht nur einen Tausendstel der Möglichkeiten von Realitäten, die wir uns im Laufe der Evolution und der Zeit hätten schaffen können, ausmachen. Es stimmt zwar, dass die Natur, also jene von "Gott" geschaffene, ohne unseren direkten Einfluss entstanden ist. Auch unsere Wahrnehmung und die daraus fliessenden Philosophien von diesen uns gegebenen Umständen des Seins werden beeinflusst von den realen Vorgaben des gelebten Seins. Es besteht also eine irre Spirale der gegenseitigen Beeinflussung von Denken und der Schaffung von Wirklichkeiten des Denkens und Seins.

Die ewig gleichen Fragen

Die ewig gleichen fundamentalen Fragen stellen, könnte dies nicht langweilen, weil diese Fragen offenbar nie zu vernünftigen Antworten führen? Das Gegenteil ist wahr: Die Erkenntnis über das Seiende ist die einzige noch wahre und ernstzunehmende Wissenschaft der Menschheit in Zeiten unkontrollierbarer Entwicklungen. Nicht der Griff nach den Sternen, das "Alles erklärbar machen, was erklärbar scheint", nicht das lebensstylische Plaudern über das Ausserirdische, das Übersinnliche, das Esoterische, das Astro-"logische" machen das Wesen des Menschen aus, sondern die Erklärbarkeit des Funktionierens des simplen Zusammenlebens alles Seienden hier und jetzt auf der Erde ist das einzige Thema, das geistig in höhere Sphären führen kann. Nicht nur der Makrokosmos, auch der Mikrokosmos ist solange uninteressant, bis wir endlich verstehen, dass wir von der Erkenntnis durchdrungen sein müssen, wie wir es machen, um uns nicht selbst vom Erdball weg zu technologisieren durch falsch angewandtes Umsetzen der vorhandenen globalen Denkkraft.

Bewusstsein und Geist

In letzter Zeit hat die Frage, ob die Geisteswissenschaften das Primat über die Naturwissenschaften zurückerlangen sollten, wieder an Wichtigkeit gewonnen, die Frage, welche der Teilwissenschaften für die Menschheit wichtiger sei für ihr Bestehen in der Gegenwart und die Art der Gestaltung ihrer Zukunft. Je mehr Bewusstsein über das reale Sein in dieser Menschenwelt der Chaotisierung allen Wissens verloren geht, je weniger nutzbringender Geist investiert wird, um die Condition humaine auf dem hohen Niveau, das es braucht zu einer Zeit der totalen Unübersichtlichkeit - nicht nur unserer Hirnstrukturen, sondern des immer mehr diesem Gedankenchaos ähnelnden Managements allen Seins auf diesem Planeten - zu verstehen, umso weniger wird rein theoretisch die Frage nach den Auswirkungen unseres praktischen Handelns für wichtig gehalten. Wichtig gewesen wäre eigentlich nur unser Verhalten in dieser Welt selbst, auf der Grundlage eines "richtigen" Bewusstseins und der Verwendung eines "richtigen" Geistes, die zumindest nicht total destruktiv wirken würden bezüglich unseres Denk-Managements des zukünftigen Daseins. Was "richtig" und was "falsch" sei bei diesen unglaublich komplizierten Fragen, die an die Grenzen unseres Denkens gehen, ist wieder einmal den universitären "Geistesgrössen" der Wissenschaft überlassen, die in der Vergangenheit nur bewiesen haben, dass sie fast immer falsch gedacht haben. Deshalb ist der Schlüssel zur richtigen Beantwortung der obigen Fragestellung jener, der die Falschheit der Entwicklung von Bewusstsein und Geist bis zum heutigen Tage offen legen kann.

Bedeutung von Menschen und ihren Taten

Eine meiner Thesen lautete dahingehend, dass vielleicht etwa tausend Menschen mehr zur Entwicklung der Menschheit beigetragen haben, als alle anderen Milliarden, die auch die Ehre hatten, auf Gottes Erde zu wohnen.

Diese Aussage gehört relativiert im Licht des Tatsächlichen. Nehmen wir Einzelbeispiele, um diese Aussage überprüfen zu können: Meines Erachtens hatten folgende Menschen (als Einzelbeispiele verstanden für ein Denkmodell) einen wesentlichen Einfluss auf die Menschheitsentwicklung der letzten Jahrhunderte und dabei einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsentwicklung des Geistes in der jeweiligen Gegenwart geleistet. Dabei wird der kuriose Versuch gewagt, die Bedeutung dieser Auswahl von Personen in Bezug auf die Folgenschwere ihrer Taten und ihres Denkens zu interpretieren, sozusagen als theoretische Versuchskaninchen für die oben gemeinten "Tausend":

Was ist eine Tierexistenz?


Meinem früh verstorbenen Hund "Clochy" habe ich eine Denkmal gesetzt in der Erzählung "Gedanken in Turin". Das war ich ihm schuldig für alle guten Tage, die er mir geschenkt hat. Er war nur ein Tier, wird man sagen. Warum soll "nur" ein Tier nicht literarisch verewigt werden, wo es doch so viele Menschenschicksale gibt? Keine Angst: Diese Schicksale sind das tägliche Brot aller Literaturkritiker, die sich eigentlich nur noch an Menschbefindlichkeiten erlaben können. Jetzt kann ich am Hund "Leon", ein erstaunliche Mischung von Bergamasker und Golden Retriever, der sofort alle Herzen von Tierliebhabern erobert, also an ihm kann ich nun neu erproben, was es heissen kann, ein Tier zu sein, Schmerz und Freude zu empfinden, Gedanken lesen zu können, die menschlichen Schichten des Denkens voraus zu erahnen und entsprechend "menschlich" zu handeln und seine Seele zeigt mir, dass Tiere als "Sache" zu sehen ein Verbrechen an Tier und Mensch ist.

Der Mensch wird es, aus diesem Gesichtswinkel gesehen, nie schaffen, wieder auf die Stufe der Tiere zu gelangen - nicht nach unten gemeint, sondern nach oben. Sehen wir sie doch an, die "Menschlichkeit", die von Menschen an Tieren verübt wird:

Gesamtheit von Geist und Körper


Es soll Philosophen und Futurologen geben, die ernsthaft glauben, Geist und Körper des Menschen liessen sich in zwei losgelöste Analysierfelder trennen, welche verschiedenen Logiken des Lebens und der Biologie folgen müssten. Und dies losgelöst von der Tatsache, dass der Körper keinen Wank macht, wenn das offenbar sonst wo navigierende Hirn es nicht will. Andere Schreiber vertreten die Ansicht, der Geist sei eigentlich nur ein komplexer Computer und der Körper sei eine Maschine, eine besonders raffinierte Roboterkonstruktion. Der Glaube an die Technologie hat den Verstand dieser Willensmenschen völlig vernebelt und sie sehnen sich nach Vergleichbarkeiten, die in dieser Form unmöglich sind und nur zum Wahnsinn des geprüften Gegenstandes, eben von Geist und Körper, führen werden.

Wenn es noch der Beweise bedarf, wie primitiv einige Philosophen und Denker heute denken, wie zeitstylisch deren Vorstellungswelten sind, wie wenig sie von der Komplexität der Natur verstehen, hier liegen sie vor.

Lifestyle-Gehabe - in Literatur und Filmen

Literatur und Filme als Teil des Lifestyle-Gehabes unserer Zeit


Im Moment werden die Werke eines Michel Houellebecq mit "Elementarteilchen" in der Literatur und eines David Fincher mit Filmen wie "Seven" und "Fight Club" gehandelt als Augenöffner über den Zustand unserer Zeit und als Vorwegnehme der gesellschaftlichen Entwicklung in eine unerträgliche Zukunft. In höchsten Tönen werden solche Schriftsteller und Filmemacher für die Darstellungskunst einer unlebbaren Welt gerühmt, sie würden das Bewusstsein der heutigen Generation für die wirre Geistesverfassung spiegeln und so die Augen öffnen für mögliche Korrekturen aus dieser geistigen Verwirrung in einer verschwörerisch unklaren Gegenwartswelt. Vorerst würden Einzelne aufgeklärt, aber dann immer mehr Menschen von der Realität ihres wahren Wesens überzeugt.

Ich jedoch bin der Meinung, dass diese "Kunstwerke" nicht die Lösung, sondern ein Teil des Problems sind. Sie zeigen keine Lösungswege aus dem kommenden Chaos unkontrollierter Triebe von Gier, Geldsucht, goldigem Schein statt charakterlichem Sein, Designerwelt statt naturgegebener Welt, Medienverblödung statt Medienverbesserung, Kulturvortäuschung statt Kulturschaffung usw. Sie benutzen dieses Material selbst wieder zur Geldmacherei und zur Befriedigung niederer Triebe als Vorboten der noch nicht verbrecherisch gewordenen Massen. Alles gerät den Machern nur zum Bestandteil eines selbstgeschaffenen Lifestyle-Getöses der niedrigsten Geistesart.

Indem man die Schrecklichkeiten der Gegenwart und Zukunft eins zu eins umsetzt, häufig in künstlerischer Weise, doch bei völliger Apathie und Interesselosigkeit der Massen, betreibt man Schindluderei mit unserer beschränkten Aufnahmefähigkeit und Wahrnehmungskraft. Mit den Motiven von Massenmördern und ihren grauenhaften Taten werden Leser und Kinogänger scheinbar erschreckt und "aufgeklärt", doch in Wahrheit erfahren diese Menschen nur das wohlige Gefühl des Voyeurismus bei eigenem Noch-unversehrt-Sein. Damit wird gar nichts bewegt. Eine Bewegung heraus aus dem Chaos und der Unkontrollierbarkeit der Gefühle und der Gedanken wird nicht erreicht. Wir werden dadurch nicht geweckt, sondern im Gegenteil nur aufgegeilt und als Folge in eine fatale Aggressionsspirale verbannt.

Aggressionstrieb im Aufwind

Der Aggressionstrieb - er wird als Endkonsequenz unserer Menschwerdung einen Automatismus der Selbstzerstörung erzeugen - wird von folgenden Instrumenten gesteuert und gefördert:

Sprache: Die Sprache in Zeitungen und Büchern ist entscheidend für die Wahrnehmung der Welt. Je mehr Gewalt und Grauen in die Zeitungen kommen, umso mehr wird diese Wahrnehmung negativ beeinflusst, denn das Denken ist die Akzeptanz der Gedankennormen seiner Zeit. Es ist naiv zu glauben, dass sogar schon Kleinkinder das Grauen relativieren können. Wenn nicht einmal die intelligentesten  Menschen klarsichtig genug sind, um einen Hitler oder einen Milosevic so frühzeitig zu durchschauen, dass kein selbstlaufender, zerstörerischer Machtmechanismus ausgelöst werden kann, wie sollen da durchschnittliche Medienkonsumenten den Durchblick und den Überblick über das Geschehen behalten?

Bilder: Heute wird die Vorstellung von der Welt mehr durch Bilder am Fernseher,  im Kino, über Photos in Werbung und Zeitung gebildet als über die Sprache. Das Lesen verkommt immer mehr zum Bildungswerkzeug von geistig Privilegierten, die das Gelesene richtig verstehen und interpretieren, das heisst, geistig in ein Gesamtwissen und Weltbild einordnen können. Deshalb wirkt das Zulassen von schlimmen Vorkommnissen in Bildern, zugänglich für alle und jede, sozusagen als Erziehungsprogramm für zukünftige Gräuel. Wir meinen, die Mitmenschen hätten ein Recht, alles was geschieht, zu sehen und darüber zu lesen. Wenn dies das Erziehungsprogramm für eine "aufgeklärte" Menschheit sein soll, dann müssen wir mit dem Resultat leben: eine abgebrühte, unsensible Menschenrasse, die in der Lage ist, selbst die schlimmsten Folter- und Kriegsgräuel zu "relativieren", was nichts anderes heisst, als sie nicht mehr in ihrer wahren Grössenordnung zur Kenntnis nehmen zu können.

Erziehung und geistige Beeinflussung: Die Erziehung geht dahin, dass wir in einer falsch verstandenen Toleranz allen Menschen alles zeigen, was auf diesem Erdball geschieht. Eine eigentliche Wertung wird nicht vorgenommen, denn die Medienmacher sind entweder zu höflich, politisch zu korrekt, oder boulevardesk zu gerissen, um das Geschehene und Gesehene zum wahren Stellenwert zu präsentieren, und zwar in positiver wie auch in negativer Hinsicht. Schlimme Taten und Vorkommnisse werden nie real gezeigt, zum Beispiel wie Menschen im Flugzeug echt verbrennen oder wie lange es dauert, bis ein Mensch zu Tode gefoltert worden ist. Dann wieder wird eine Banalität wie zum Beispiel das kunstvolle Mundblasen einer Praktikantin, so aufgebauscht, dass sich eine ganze Nation über einen unbedeutenden Quatsch wochenlang aufregen kann. In diesem Sinne ist bei richtiger Relativierung ein Flugzeugabsturz keine Katastrophe, sondern das Resultat des Menschenwahns, technische Werkzeuge in den bodenlosen Himmel zu senden. Doch diese Wahrheit wird kein Boulevardblatt und erst recht keine öffentliche Fernsehanstalt zum Besten geben, denn die politische und gesellschaftliche "Korrektheit" verbietet ganzheitliches, integrales Denken, um die Pietät der dem Wahnsinn verfallenen Menschen nicht zu verletzen. Vorfälle im Leben werden immer entweder verniedlicht oder aufgebauscht, indem zur Steigerung von Einschaltquoten oder Auflagen in Verblendung und falscher Betroffenheit gemacht wird, wo wahre Aufklärung über die Folgen unseres wissenschaftlichen Wahns angezeigt wäre.

Die ewig gleichen Fragen

Die ewig gleichen fundamentalen Fragen stellen, könnte dies nicht langweilen, weil diese Fragen offenbar nie zu vernünftigen Antworten führen? Das Gegenteil ist wahr: Die Erkenntnis über das Seiende ist die einzige noch wahre und ernstzunehmende Wissenschaft der Menschheit in Zeiten unkontrollierbarer Entwicklungen. Nicht der Griff nach den Sternen, das "Alles erklärbar machen, was erklärbar scheint", nicht das lebensstylische Plaudern über das Ausserirdische, das Übersinnliche, das Esoterische, das Astro-"logische" machen das Wesen des Menschen aus, sondern die Erklärbarkeit des Funktionierens des simplen Zusammenlebens alles Seienden hier und jetzt auf der Erde ist das einzige Thema, das geistig in höhere Sphären führen kann. Nicht nur der Makrokosmos, auch der Mikrokosmos ist solange uninteressant, bis wir endlich verstehen, dass wir von der Erkenntnis durchdrungen sein müssen, wie wir es machen, um uns nicht selbst vom Erdball weg zu technologisieren durch falsch angewandtes Umsetzen der vorhandenen globalen Denkkraft.

Dieser falsch gewählte Ansatz wissenschaftlichen Denkens ist ein Irrsinn: alles Kleine zu begreifen, vor dem Grossen zu kapitulieren und dabei nie etwas verstanden zu haben. Dieser Ehrgeiz der Menschheit ist nur erklärbar durch die Absenz höheren philosophischen Denkens, durch die Kapitulation des Denkens vor dem technologisch Seienden. Was soll Einsteins Relativitätstheorie, dieses hochstehende Gedankengebirge (das sich vielleicht in einer späteren Zeit als Gedankenruine erweisen wird, unabhängig davon, ob Einstein klarsichtig war und die Dinge richtig interpretierte oder ob er in den Augen der Nachwelt geistig doch sehr klein dasteht vor einer unverstandenen Realität), diese Theorie über die Erkenntnis der Funktionsweisen der Galaxien seit dem Urknall und seinen Folgen, Basis für das Wissen über die Schaffung von Kernkraftwerken und Grossraumflugzeugen und für andere Kreationen unkontrollierbarer Wissensanwendung, wenn nur wenige hundert Menschen diese Theorien und Technologien überhaupt als Einzelwesen einigermassen verstehen und dabei doch politisch und philosophisch gesehen affengleichen Wesen bleiben? Wollen wir das Wissen über das Funktionieren der Gesellschaft endgültig und bis zum Erwachen aus der Lethargie ausschliesslich den vorbehaltlos Technologiegläubigen überlassen und die ganzheitlich reflektierenden Denker im Raum der Geschichtlichkeit vergessen?