Neues philosophisches Denken


Hier kommt das ganze Buch "CHAOS"
- bestehend aus Texten - geschrieben von 1975 bis 2000 -


Einführung



Das geistige Chaos vernichtet philosophisches Denken



In der heute gelebten Wirklichkeit gilt der Grundsatz, dass philosophische Werte das Verstehen eines umfassenden Weltbildes nicht mehr ermöglichen, weil das Reale zu komplex geworden sei.

Doch warum ist ein Infragestellen von philosophischen Theorien heute nicht mehr möglich? Warum wagen sich die heute lebenden Philosophen anfangs des dritten Jahrtausends nicht an eine fundamentale Gesellschaftskritik? Warum wird eine Analyse unseres Denkens in einer übertechnologisierten Zeit als unmöglich, unrealistisch oder gar als lächerliches Bemühen betrachtet?

Die 8 Stufen des Denkens



Das Denken läuft in Stufen ab, was heissen will, dass Denken nicht gleich Denken bedeutet, sondern dass es für den Geist ebenso Stufen der Wertigkeit gibt wie bei der Körperlichkeit, wo wir automatisch die Differenz zwischen einem bewegungslosen und kranken Dicklichen und einem Superathleten der Sonderklasse sofort erkennen. Und wie beim Körper geht die Tendenz dahin, dass die Athleten immer weniger werden und es immer mehr Leute gibt, die sich mit Low Thinking zufrieden geben. Doch woran soll sich der Geist denn messen lassen?

Ich will versuchen, eine Pyramide des Denkens zu bauen und zu begründen:


Erste und höchste Stufe:

Die Universalgenies, die wenigen realen, sind hier vertreten. - Kreatives Denken, Schreiben auf höchster Schwierigkeitslinie, des Philosophierens, des Komponierens, des Schreibens von Literatur und des Erfindens von Gegenständen oder Ideen auf höchster Ebene. Wenige Menschen sind in der Lage, Gedanken zu entwickeln, die sich zuvor noch kein Mensch so gemacht hat. Es ist ein Globaldenken, das heisst, diese Menschen sehen die Erde als das, was sie ist: Eine in der Ewigkeit der Zeit und Unendlichkeit des Raumes dahin schwebende Kugel in einer absoluten Abgeschiedenheit des Seins, wo momentan eine rasende Entwicklung des Lebens stattfindet, welche beinhaltet: Geschichte, Wissenschaft, grundlegende Philosophien des Fundamentalen, Geist und Geld, Natur, Tiere, Menschen, alles vernetzt gedacht und universell.

Die Normalität der Menschheit

Ich dachte dass Staaten normal wären



Ein Leben lang dachte ich, dass die Menschen wissen was sie tun.


Die Normalität


Wenn sich Menschen nicht irren können, kann sich ein Staat oder eine Nation erst recht niemals irren. Je grösser die Einheit, umso weniger Irrtum sollte also möglich sein.

Dies war mein Menschenbild bis ich etwa 30 Jahre alt war. Es war mir zwar klar, dass dieses Ideal total verrückt sein mochte, aber bis heute wird dieser Wahnsinn von allen Medien, allen Regierungen, allen Kulturen, allen Eliten und allen Massen als Fakt betrachtet und genau so propagiert.

Das grosse Staunen

Das Erwachen über die heutige und kommende Generation

Ich muss sagen, dass ich bisher ein sehr kompliziertes Leben hatte, das ich jedoch als immer sehr logisch und einfach im Bewusstsein hatte, denn die Gegenwart wird niemals hinterfragt, sie besteht als Faktum ganz einfach:

- Man verlebte eine Kindheit bei Bauern als Verdingkind, man machte die Schule dann in der Stadt, man bildete sich aus bis man alles aus der Wirtschaft erkannte bis ins letzte Detail, man heiratete, hatte Kinder, Ferien, Autos, Flugreisen, baute ein Haus, machte Karriere, hatte Frauen in grosser Zahl, Feste, wieder Ferien im Ausland des Sommers und des Winters, Unfälle, Krankheit, baute ein Haus in bester Lage, wurde älter, es wurde geschieden, man fand eine tolle neue Lebensgefährtin, liebte Hunde über alles die dauernd wieder starben wegen ihrer kurzen Leben, die Menschen um mich herum begannen zu sterben, man erlebt unendlich viele Konkurse von "erfolgreichen" Menschen und staunte nie über irre Fakten, einfach weil es so war.

Alles nur Schein und Pragmatik

Die Realität - Alles ganz anders


Wir leben in einer Zeit, wie sie es noch nie gegeben hat - zuvor.

In kürzester Zeit bricht alles, absolut ALLES, zusammen:

- Die Systeme, die Volkswirtschaften, der Kapitalismus, die Finanzen, die Umweltbedingungen, die Ressourcen, die Vernunft, der Glaube, die Hoffnung, das Sein - und zwar auf globaler Ebene, was eben einmalig und letztmalig ist.

Erkenntnisse über masslose Irrwege


Die Theorie der "Grenzen des Wachstums" als Irrtum?



Erkenntnisse nicht als Irrweg zu sehen, zementiert bestehende Verhältnisse


Kürzlich sagte mir eine intelligente und kultivierte Frau während einer Gartenparty: "Ihre Theorien zur Selbstvernichtung und Selbstverblödung in Ehren, doch woher nehmen Sie diese Kenntnisse? Vor vielen Jahren schon hat sich der Club of Rome mit dem Buch "Grenzen des Wachstums" schwer in die Nesseln gesetzt. Nichts ist eingetroffen, nichts war "wahr" an diesen Theorien, alles nur oberflächliche Hypothese, übertriebene Angstmacherei vor der Zukunft. Heute allerdings wissen wir: Eigentliche Grenzen des Wachstums gibt es nicht ...." Ich war von dieser Beweisführung dermassen erschlagen, dass ich im Moment nicht in der Lage war, auf diese im eigentlichen Sinne impertinente Frage eine gescheite Antwort zu finden, in dieser lockeren Party-Atmosphäre, wo man doch lieb sein soll miteinander.

PLADESNIEKANT - Einleitung





Einleitung zu

"Die Menschenwelt von morgen" - PLADESNIEKANT

Wie wird die Menschenwelt von morgen kulturell, wissenschaftlich, wirtschaftlich, politisch und ökologisch aussehen? Wie wird sich unser geistiges Chaos weiterentwickeln? Wie kann sich eine einseitige, kaum wahrnehmbare menschenzentrierende Denkart auswirken auf eine einzige Art unter den Tieren, den Menschen, in seiner Endphase, die das Resultat einer 2000-jährigen Vorgeschichte verschiedener sich angleichender Philosophien ist?